An den Flughäfen in Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Bremen wie Hannover haben sich heute in der Früh insgesamt 400 private Sicherheitskräfte dazu entschlossen, gegen die Gewerkschaft Verdi zu streiken.
Die Sicherheitskräfte wiesen aber darauf hin, dass es sich lediglich um einen Warnstreik handelte, welcher ungefähr zwei Stunden andauerte. Der Verdi-Verhandlungsführer Andreas Sander zeigte sich zufrieden.
“Die Streikbeteiligung sei sehr gut”, ist er der Meinung. Die Leidtragenden sind aber die Passagiere, welche bis zu mehreren Stunden warten mussten, da durch die nicht erfolgte Sicherheitskontrolle an den Passagieren kein Flugzeug abheben durfte. “Wir wollen damit ein Signal setzen”, meinte Andreas Sander, welcher auf das Verständnis der wartenden Passagiere hofft. Insgesamt wurden 500 Sicherheitskräfte dazu eingeladen dem Warnstreik zu folgen. Ungefähr 100 Angestellte der Sicherheitsfirma haben ihre Arbeit weiterhin getan, die restlichen haben zwei Stunden gestreikt um zu zeigen, dass sie mit den Vertragsverhandlungen rund um den Manteltarif nicht einverstanden seien.
Die nächste Verhandlungsrunde findet zudem am 27. Juli statt. Ein Tag, der entscheidend dafür sein wird, ob wieder gestreikt wird oder nicht, ist sich Sander sicher. Man kämpft zudem gegen die befristeten Arbeitsverträge wie gegen die Teilzeitarbeit, welche teilweise erzwungen wird. Die geringsten negativen Auswirkungen verbuchte übrigens der Flughafen in Frankfurt, da dort nur etwa 60 Personen gestreikt haben. Frankfurt und Hamburg hingegen konnte mit ihrem Warnstreik dafür sorgen, dass mehrere Maschinen stundenlange Verspätungen hatten. Man kann jedoch davon ausgehen, dass weitere Streiks (oder auch Warnstreiks) in naher Zukunft erfolgen werden.
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Juni 21st, 2012
Andreas Seidel
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