Wer sein Hotelzimmer für den nächsten Urlaub in Eigenregie organisieren möchte, stolpert unweigerlich über eine Reihe von Buchungscodes, die man kennen oder zumindest hinterfragen sollte, soll der Urlaub wie geplant verlaufen.
Man muss ich im Klaren sein, dass es keine einheitlichen Konventionen für den Gebrauch von Abkürzungen bei den Buchungscodes von Hotelzimmern gibt.
Während der Deutsche von „MB“ erwartet, ein Zimmer mit Meerblick vorzufinden, landet er in anglo-amerikanischen Raum mitunter im „MainBuilding“ (engl. für Hauptgebäude). Der Beachwing (BW, engl. für „Strandflügel“) ist hier der korrekte Buchungscode. Werden mehr als zwei Personen in einem Hotelzimmer übernachten, sollte darauf geachtet werden, dass es groß genug ist („XP“ = „extra person“ oder „TZ“ = Platz für drei). Auch die Schlafgelegenheit ist dann ein wichtiger Punkt, sonst muss der Erwachsene die Nacht im Zusatzbett für Kinder ZSB-K statt im ZSB-E verbringen. Gerade in amerikanischen Hotels kann die Angabe der Bettengröße zur Wissenschaft geraten.
Während man sich unbedarft unter „Twin“ (engl. für Zwilling) ein Bett vorstellt, in dem auch zwei Personen erholsamen Schlaf finden, bezeichnet es tatsächlich ein Einzelbett. Doppelbetten in steigender Größe sind „Full“ oder „Double“, „Queen“ und „King“. Ebenso komplex verhält es sich mit der Verpflegung. Der „European Plan“ (EP) beinhaltet nur das Zimmer. Wer sich ein Frühstück wünscht, muss nach dem „Continental Plan“ (CP) Ausschau halten. Rundumversorgung mit drei Mahlzeiten bedeutet „American Plan“ (AP) oder „full board“. Die beliebte Halbpension (HP) wird in Amerika als „Modified American Plan“ (MAP) geführt. Schließlich ist für die Urlaubsplanung gut zu wissen, dass die „rack rate“ (RAC), zu Deutsch Normal-, Aushang- oder Listenpreis, Preise während der Hochsaison oder einer Messe ausweist.
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Juli 12th, 2012
Andreas Seidel
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